Wissenswertes über  PAPENBURG
zusammengetragen und ausgearbeitet
von Uli Paffenholz
Meckenheim / Eifel
Liebe Mitglieder des TR-Register Deutschland

in einigen Tagen heißt es:
Herzlich Willkommen in Papenburg,
der ältesten und längsten Fehnkolonie Deutschlands.

Bisher sind schon über 200 TRs mit ihren Besatzungen gemeldet. Danke für euer Vertrauen, es wird nicht enttäuscht werden. Es wird alles gegeben, um euch ein schönes und unvergessliches Pfingsttreffen zu bereiten.

Damit Ihr nochmals einen Eindruck davon gewinnt, in welcher Ecke Deutschlands ihr begrüßt werdet, folgen hier einige Informationen zu Stadt und Umland sowie deren Geschichte:
Papenburg ist die nördlichste Stadt des Emslandes, grenzt direkt an Ostfriesland und an den ostfriesischen Landkreis Leer. Der Landkreis Emsland wiederum befindet sich im Westen Niedersachsens, im Grenzbereich zu den Niederlanden entlang der Ems und ist der zweitgrößte Landkreis Deutschlands. Papenburg liegt an der Ems, die bis Herbrum weitgehend den Gezeiten unterliegt. Ein- bis zweimal jährlich wird sie mit Hilfe des Sperrwerks in Gandersum aufgestaut, so dass die weltweit bekannte Meyer Werft , die heute noch die Wirtschaft und neuere Geschichte der Stadt prägt, ihre Hochseeschiffe in die Nordsee überführen kann. Papenburg verfügt über einen Dockhafen, in dem Küstenmotorschiffe und Binnenschiffe vor allem Massengut, z.B. Kies, Holz und Torf, umschlagen.

Da Papenburg eine Kanalstadt ist, sowie die längste und älteste Fehnstadt Deutschlands, prägen Kanäle das Stadtbild und waren lange Zeit die Hauptentwicklungsachsen. Ursprünglich wurden sie angelegt, um das Moor zu entwässern um so den Torf abbauen zu können und als Brennstoff nutzbar zu machen. In Folge dessen wurden die Kanäle als effiziente Abtransportwege entdeckt, woraufhin dutzende Holzschiffswerften entstanden, die Lastkähne bauten, welche zunächst von Menschenhand und später mehr und mehr von Pferden über die Kanäle getreidelt wurden. Auf einigen Kanälen schwimmen Nachbauten traditioneller Frachtschiffe, die jedoch fest verankert sind. Zugunsten des Autoverkehrs wurden diverse Brücken gebaut und Rohre verlegt, so dass die Kanäle heute nicht mehr durchgehend und auch nur mit kleinen Booten befahrbar sind.
Die Geschichte der Stadt

Ein paar Zahlen müssen halt sein!
1458 bekannte Hayo von Haren (genannt: von der Papenborch), Propst zu Leer, von Bischof Johann von Münster mit der „Papenborch“ samt Zubehör belehnt worden zu sein. Der darüber ausgestellte Lehnrevers enthält die älteste überprüfbare urkundliche Erwähnung Papenburgs.

Am 2. Dezember 1629 kaufte der Drost Dietrich von Velen von Friedrich von Schwarzenberg das Lehngut samt Zubehör für 1.500,– Reichstaler, um in dem vom Moor (Fehn) umgebenen Gebiet eine Fehnkolonie nach holländischem Vorbild zu errichten. Am 4. April 1630 belehnte Bischof Ferdinand von Münster seinen Drosten Dietrich von Velen und dessen Nachkommen mit Burg und Gut „Papenborch“. Dieses Jahr gilt im Allgemeinen als Gründungsjahr der späteren Stadt Papenburg.
Am 7. Februar 1657 belehnte der Bischof von Münster Christoph Bernhard von Galen Dietrich von Velen mit öffentlichen Befugnissen und stattete das Gut Papenburg mit den Rechten einer Herrlichkeit aus. Am 7. Dezember 1680 stifteten Hermann Matthias von Velen und seine Ehefrau Margaretha Anna, geb. von Galen, die älteste Pfarrkirche in Papenburg und weihten sie dem Heiligen Antonius als Schutzpatron.

1806 baten Papenburger Schiffsreeder unter Führung des Patrimonialrichters Godfried Bueren den Herzog von Arenberg, die Herrlichkeit aus der herzoglichen Landeshoheit in die Unabhängigkeit zu entlassen. Diesem Wunsch wurde nicht entsprochen. Am 17. Mai 1833 erhielt Papenburg eine neue Verfassung, die jedoch den Reformwünschen nicht entsprach, da sie dem Ort nur den Status eines Fleckens einräumte. Am 30. März 1853 wurden die grundherrlichen Rechte der Familie von Landsberg-Velen an Papenburg von der Gemeinde für 100.000,- Reichstaler gekauft. Die Herrlichkeit Papenburg ist dadurch erloschen.

1856 erhielt Papenburg Anschluss an das Eisenbahnnetz, an die Hannoversche Westbahn von Osnabrück nach Emden. Am 1. August 1860 genehmigte das Königliche Hannoversche Innenministerium die Annahme der Städteordnung von 1858. Damit wurde Papenburg zur Stadt.

Von 1933–1945 war Papenburg der Sitz der Zentralverwaltung der unter der Bezeichnung Emslandlager zusammengeführten 15 Gefangenen- und Konzentrationslager der Nationalsozialisten.

Am 1. Januar 1973 wurden die damalige Stadt Aschendorf und die Gemeinden Bokel, Tunxdorf, Nenndorf und Herbrum in die Stadt Papenburg eingemeindet. Am 28. März 1990 beschloss der Niedersächsische Landtag im Gesetz zur Neugliederung der Stadt Aschendorf (sowie den Gemeinden Langförden, Vörden und Mulsum) eine Korrektur der Gemeindereform. Dieses Gesetz ist vom Bundesverfassungsgericht am 12. Mai 1992 für nichtig und gegenstandslos erklärt worden.
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Quellen:
Stadt Papenburg,  Papenburg Tourismus, Meyer Werft, Hotel Alte Werft, Wikipedia
 

 

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